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Hochschule Stralsund will Frauenanteil erhöhen

© Jacobs A/peopleimages.com / stock.adobe.com

Nur ein Drittel aller weltweit in der Wissenschaft Beschäftigten sind Frauen, wie im Weltwissenschaftsbericht der UNESCO festgestellt wird. Der Frauenanteil an der Hochschule Stralsund beträgt ein Drittel der Studierenden, was angesichts des technisch geprägten Profils nicht überraschend ist. In einigen Studiengängen, insbesondere an der Fakultät für Wirtschaft, wie im Studiengang International Management in the Baltic Sea Region (66 Prozent) und in Leisure and Tourism Management (82 Prozent), ist der Frauenanteil hervorragend, während er in anderen technischen Studiengängen eher gering ist. Ein klares Ziel der Hochschule ist es, den Frauenanteil auch in diesen Bereichen zu erhöhen.

Der Rektor der Hochschule Stralsund, Prof. Dr. Ralph Sonntag, betont, dass es erstrebenswert sei, dass junge Frauen ihr volles Potenzial entfalten können. Er hebt hervor, dass Unternehmen ebenfalls davon profitieren, da ein größerer Pool von Fachkräften zu mehr Diversität, Perspektiven und Ideen führe, was letztlich zu innovativeren Lösungen führe. Er erklärt, dass eine Erhöhung des Frauenanteils nicht nur mehr gesellschaftlichen Fortschritt, sondern auch mehr Gleichberechtigung bedeute.

Anlässlich des Internationalen Tages der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft bietet die Hochschule Stralsund in den Ferien Workshops speziell für Schülerinnen an, um ihnen Einblicke in die angewandten Wissenschaften zu ermöglichen. Die Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule, Eva-Maria Mertens, betont, dass es bedauerlich sei, aber immer noch real, dass Frauen und Wissenschaften seltener in Verbindung gebracht würden als ihre männlichen Pendants. Sie hebt hervor, dass dies zu Unrecht so sei und dass Frauen, die sich für ein Fachgebiet interessieren und dafür engagieren, unabhängig von ihrem Geschlecht darin brillieren könnten. Sie betont, dass Ungleichheiten während der Schulzeit noch geringer ausgeprägt seien, und plädiert dafür, bereits in diesem Stadium anzusetzen, damit junge Frauen sich genauso motiviert fühlen wie ihre männlichen Kollegen.

Für den 7. Februar plant die Hochschule Stralsund ein Workshop-Programm für Schülerinnen der Klassenstufen 9 bis 12. Die Workshops befassen sich mit Themen wie Künstlicher Intelligenz, PH-Werten im Labor für Analytik und der Anwendung von Magnesium-Korrosion. Die Workshops werden von Wissenschaftlerinnen moderiert und richten sich an Schülerinnen ohne Fachkenntnisse, aber mit Interesse. Anmeldungen sind bis zum 5. Februar 2024 möglich.

Das Workshop-Programm am 7. Februar umfasst:

  • 10.00 Uhr: Begrüßung
  • 10.15 Uhr: Workshop 1 – KI mit Sarah Gnoth
  • 11.25 Uhr: Workshop 2 – PH-Wert zwischen Alltag und Wissenschaft mit Kristin Müller
  • 12.00 Uhr: Workshop 3 – Korrosion – Es ist nicht alles schlecht, was rostet mit Thea-Simone Tegtmeier
  • 12.35 Uhr: Verabschiedung

Pausen sind enthalten.

Des Weiteren lädt die Hochschule in der zweiten Ferienwoche allgemein Schüler*innen ein, um mehr über den Campus, die Fakultäten und die Institute zu erfahren. Dieses Programm findet ebenfalls zwischen 10 und 13 Uhr statt. Anmeldungen sind über hochschulkommunikation@hochschule-stralsund.de möglich.

  • 15. Februar: Geöffneter Campus mit MINT-Kollegen
    • 10 bis 13 Uhr: Campus-Erkundung mit Überblick über Fakultäten, Institute und Labore

Basierend auf einer Pressemitteilung von Hochschule Stralsund – University of Applied Sciences 15.01.2024

Verfasst von Laura

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