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Das Berufsbild des Augenoptikers

Der Augenoptiker
© InsideCreativeHouse / stock.adobe.com

Die Augenoptik ist ein faszinierendes Feld, das Wissenschaft, Handwerk und Kunst verbindet. Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, wie es möglich ist, dass ein Stück Glas unsere Sicht so stark verändern kann? Der Beruf des Augenoptikers ist tief in der Geschichte verwurzelt und hat sich über die Jahrhunderte hinweg ständig weiterentwickelt.

Geschichte und Entwicklung des Berufs

Im Laufe der Zeit haben sich sowohl Techniken als auch Materialien in der Augenoptik weiterentwickelt. Während die ersten „Brillen“ lediglich einfache Linsen waren, die auf die Nase gesetzt wurden, sind die heutigen Sehhilfen das Ergebnis von Jahrhunderten des Fortschritts. Interessant ist, wie der Mensch die Notwendigkeit erkannt hat, Sehfehler zu korrigieren, und sich die Mittel und Wege dafür ausgedacht hat. Heutzutage gibt es Kontaktlinsen, Gleitsichtbrillen, Bildschirmbrillen, Sonnenbrillen – die technische Entwicklung war in kaum einem anderen Bereich so schnell, wie in der Augenoptik.

Aufgabenbereich eines Augenoptikers

Man könnte meinen, die Hauptaufgabe eines Augenoptikers sei es, Sehhilfen zu verkaufen. Aber hinter den Kulissen passiert so viel mehr. Es geht um die genaue Bestimmung der Sehstärke, die Anpassung von Brillen und Kontaktlinsen, und nicht zu vergessen die wichtige Beratungsfunktion. Denn nicht jedes Glas passt zu jedem Auge. Hinzu kommt die Reparatur und Pflege der Sehhilfen – ein vielfältiger Beruf, der technische und soziale Kompetenzen erfordert.

Die Ausbildung zum Augenoptiker

Die Ausbildung zum Augenoptiker dauert in Deutschland 3 Jahre. Der praktische Teil wird in einem Ausbildungsbetrieb vermittelt, um die theoretischen Inhalte wie Themen der Optik und Physik zu erlernen, besucht man eine Berufsschule, meistens 2x in der Woche. Dort werden auch kaufmännische und betriebswirtschaftliche Lernfelder vermittelt.
Es gibt auch nach der Ausbildung Weiterbildungsmöglichkeiten, so kann man z. B. seinen Handwerksmeisterlehrgang ablegen oder ein Studium als Ingenieur der Augenoptik und Optometrie absolvieren.

Ausbildungsvergütung:

Die Ausbildungsvergütung ist in Deutschland tariflich geregelt, der Auszubildende ist angemessen zu bezahlen. Der Zentralverband der Augenoptiker empfiehlt (Stand August 2023) im

  1. Ausbildungsjahr: € 620 bis € 800
  2. Ausbildungsjahr: € 732 bis € 950
  3. Ausbildungsjahr: € 837 bis € 1.100

Technologische Entwicklungen in der Augenoptik

Wie in fast jedem Bereich spielen auch in der Augenoptik technologische Entwicklungen eine zentrale Rolle. Der Wandel der Zeit hat nicht nur innovative Materialien, sondern auch digitale Lösungen hervorgebracht, die den Beruf revolutionieren. So spielen z. B. der 3D-Druck oder das 3D-Laserscanning inzwischen eine große Rolle in dem Beruf.

Ein großer Vorteil des Augenoptikerberufs sind die flexiblen Arbeitszeiten und die abwechslungsreichen Tätigkeiten. Der persönliche Kundenkontakt kann sowohl bereichernd als auch herausfordernd sein. Auf der anderen Seite gibt es körperliche Herausforderungen und die ständige Notwendigkeit, mit den neuesten Technologien Schritt zu halten, insbesondere angesichts der wachsenden Online-Konkurrenz.

Fazit und Ausblick in die Zukunft der Augenoptik

Abschließend lässt sich sagen, dass der Augenoptikerberuf ein spannendes Zusammenspiel aus Technik, Handwerk und direktem Kundenkontakt darstellt. Trotz aller Herausforderungen bietet er auch große Chancen für diejenigen, die bereit sind, sich kontinuierlich weiterzubilden und den Puls der Zeit zu spüren.

FAQ

Wie lange dauert die Ausbildung zum Augenoptiker?
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre, kann jedoch je nach Leistung und Region variieren.

Kann man sich nach der Ausbildung weiter spezialisieren?
Ja, es gibt zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten, von Meisterkursen bis hin zu Spezialisierungen in bestimmten optischen Bereichen.

Wie hat die Digitalisierung den Beruf des Augenoptikers beeinflusst?
Die Digitalisierung hat in Form von modernen Messgeräten, Anpassungstechnologien und Online-Verkaufsstrategien Einzug gehalten.

Was sind die größten Herausforderungen im Beruf des Augenoptikers heute?
Zu den Herausforderungen gehören die Konkurrenz durch Online-Plattformen, ständige technologische Updates und körperliche Anforderungen.

Ist der Bedarf an Augenoptikern in den kommenden Jahren steigend?
Mit einer alternden Bevölkerung und zunehmenden Sehanforderungen in einer digitalisierten Welt wird erwartet, dass der Bedarf an qualifizierten Augenoptikern steigt.

Jenny

Verfasst von Jenny

Redaktionsmitglied Jenny:
Jenny ist Mutter, Hundezüchterin und begeisterte Camperin. Früher hat sie vor allem gezeltet, doch heute, mit Ihren Kindern, ist sie meist im Wohnmobil unterwegs und hat für die Kinder ein Zelt dabei.

Mit vielen Jahren Erfahrung lektoriert und korrigiert Jenny zugelieferte Texte und berichtet zudem über ihre persönlichen Vorlieben ebenso gerne, wie über Neuerscheinungen und besonders beliebte Produkte im Bereich Camping und Outdoor.

Hinweis: in dieser Box siehst du, wer den Text korrigiert, lektoriert und für die Veröffentlichung aufbereitet hat. Es muss sich nicht zwingend um den Autor handeln.

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