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Biotechnologieprogramm in Ruanda

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Die ruandische Regierung setzt verstärkt auf die Spezialisierung im Bereich Biotechnologie mit dem Ziel, sich zu einem afrikanischen Zentrum für Biotechnologie und Pharmazie zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf der lokalen Produktion von Impfstoffen und anderen pharmazeutischen Produkten, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern und die Abhängigkeit von Importen zu verringern.

Ein zentraler Bestandteil der Initiative ist die Weiterqualifizierung des Fachpersonals, um internationale Qualitätsstandards zu gewährleisten. Insbesondere soll jungen Menschen in den Bereichen Wissenschaft, Technologie und Ingenieurwesen die Möglichkeit geboten werden, ihre Fähigkeiten und Kenntnisse zu vertiefen. Dies soll durch qualifizierende Weiterbildungsmöglichkeiten, darunter auch orts- und zeitunabhängige Weiterbildungen im Rahmen von Blended-Learning-Bildungsformaten, erreicht werden. Bestehende, bereits in anderen Ländern akkreditierte Programme sollen auch in Ruanda angeboten werden.

Das Zertifikatsprogramm „BioMex“ für fortgeschrittene biomedizinische Expertise wird durch die Sonderinitiative „Gute Beschäftigung für sozial gerechten Wandel“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Es wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Kooperation mit der Hochschule Koblenz und dem zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund umgesetzt. Das Programm ermöglicht Fachkräften eine individuelle Profilbildung durch bedarfsgerechte, flexibel gestaltete Weiterbildungsangebote.

Während einer Delegationsreise vom 22.10.23 bis 28.10.23 wurden die Ausbildungsstätten stärker miteinander vernetzt. Prof. Dr. Maik Lehmann (TH Bingen) und Marc Bludau, Geschäftsführer des zfh, nahmen an der Reise teil. Die erste Station war das Bildungsministerium Ruandas, das den Aufbau des African Biomedical Instituts (ABI) plant, welches das Zertifikatsprogramm beherbergen soll. Claudette Irere, Staatsministerin für Bildung in Ruanda, zeigte großes Interesse am Programm. Die Delegation besuchte weitere potenzielle Partner, darunter die University of Applied Sciences INES in Ruhengeri, das Weiterbildungsinstitut der Universität Ruanda, die Firma Biontech, die Universität Ruanda und den Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/Ruanda e.V.

Der Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/Ruanda e.V., der seit 40 Jahren besteht, unterstützt das Projekt BioMex und fungiert als Multiplikator für die Bekanntmachung des Projekts in verschiedenen Gemeinschaften.

Basierend auf einer Pressemitteilung von zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund vom 17.01.2024

Verfasst von Laura

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