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Das berühmte Erste Mal: Vorbereitung, Gedanken und ein Blick auf die Realität

Das erste Mal
© westfotos.de / stock.adobe.com

Im Leben gibt es zahlreiche „Erste Male“, aber auf wenige von ihnen fiebern viele Menschen derart hin wie auf das erste Mal Sex. Die Erwartungen sind oft hoch. Gleichzeitig schwingt häufig auch ein wenig (oder ein wenig mehr?) Angst mit. Fragen wie „Was, wenn ich versage?“ oder „Was wird von mir erwartet?“ spielen in diesem Zusammenhang für die Beteiligten oft eine wichtige Rolle.
Leider kursieren rund um das erste Mal viele Vorurteile, die unter anderem auch durch die Medien befeuert werden. Danach zeigt sich häufig, dass weder die besonders romantischen Vorstellungen noch die Szenen aus Pornos dazu beitragen können, sich selbst ein realistisches Bild zu vermitteln. Wie so oft sieht die Realität hier anders aus. Dass das erste Mal besonders und einzigartig ist … keine Frage.
Wer sich jedoch mit Freunden und Bekannten unterhält, wird feststellen, dass viele berichten, dass Sex erst ab dem zweiten, dritten oder vierten Mal gut wurde. Ausnahmen gibt es natürlich immer. Aber: Das erste Mal ist weitaus mehr als „nur“ körperlich.

Wer erlebt wann sein erstes Mal?

Die Statistiken rund um das erste Mal sollten gegebenenfalls mit Vorsicht genossen werden. Denn: Nicht jeder antwortet auf die Frage „Wann hattest du dein erstes Mal?“ ehrlich. Manche könnten der Meinung sein, als „Spätzünder“ zu gelten, wenn sie die Wahrheit sagen. Und wieder andere haben Angst davor, mit Vorurteilen konfrontiert zu werden, wenn sie zugeben, dass sie möglicherweise zu denjenigen gehören, die ihr erstes Mal früh erlebt haben.
Wer sich jedoch mit einschlägigen Statistiken auseinandersetzt, stellt schnell fest, dass etwa 40 Prozent der Mädchen und circa ein Drittel der Jungen ihr erstes Mal zwischen 14 und 17 Jahren gehabt haben. Die allermeisten Jugendlichen haben ihren ersten Geschlechtsverkehr im Alter von 17 Jahren.

Ganz wichtig: Das persönliche Bauchgefühl

„Was? Du bist 18 und noch Jungfrau?“ – Sätze wie diese können dazu führen, dass junge Erwachsene glauben, dass etwas mit ihnen nicht stimmt. Dabei gibt es natürlich keine feste Regel dafür, wann der erste Sex stattgefunden haben muss. Manche Jugendliche beschäftigen sich eben lieber mit ihren Hobbys als mit der Suche nach einem Partner/ einer Partnerin.
Ein Detail, das in diesem Zusammenhang auf keinen Fall unterschätzt werden sollte, ist das eigene Bauchgefühl. Wer das Gefühl hat, sich selbst überreden zu müssen (oder überredet zu werden), sollte definitiv noch warten. Vielleicht ist der richtige Zeitpunkt noch nicht gekommen? Vielleicht liegt es auch daran, dass der aktuelle Partner / die aktuelle Partnerin doch nicht als „die Große Liebe“ angesehen wird? Oder möglicherweise geht es auch einfach nur darum, sich selbst ein wenig mehr Zeit zu lassen.
All diese und viele weitere Gründe sind absolut legitim! Niemand sollte sich dafür rechtfertigen müssen, dass er (oder sie) noch warten möchte. Oder anders: Wer sich fragt „Bin ich schon so weit?“, ist wahrscheinlich eben NICHT so weit.

Übersteigerte Erwartungen in vielerlei Hinsicht

Die heutige Gesellschaft wird im Alltag mit etlichen sexuellen und erotischen Inhalten konfrontiert. So gibt es Filme, in denen Teenager auf ihr erstes Mal hinfiebern und dann ein Feuerwerk der Leidenschaft erleben. Auf der anderen Seite gibt es Pornos, die vermitteln, dass Sex in gewisser Weise auch viel mit „Leistungssport“ zu tun hat. Der „perfekte“ Mann ist hier standfest und natürlich dazu in der Lage, die Frau mehrmals zum Orgasmus zu bringen. Gleichzeitig freut sie sich darüber, wenn sich sein Samen in ihrem Gesicht verteilt.
Klingt unrealistisch? Ist es auch. Zumindest für das erste Mal. Viele Menschen würden es schaffen, Druck aus der Gesamtsituation zu nehmen, wenn sie sich weder mit Pornos noch mit Liebesromanen auf diesen wichtigen Moment in ihrem Leben vorbereiten würden. Das erste Mal kann schön sein, ist aber so gut wie immer anders als erwartet.
Unter anderem auch deswegen, weil der erste Geschlechtsverkehr bei vielen Frauen mit leichten Schmerzen verbunden sein kann. Zudem macht ER sich (im Idealfall) Gedanken darüber, dass es IHR gutgeht und er behutsam vorgeht. Und „ganz nebenbei“ ist da natürlich auch noch SEINE Erregung. Eine spannende Kombination, die vor allem dann gut funktionieren kann, wenn beide sich zu 100 Prozent vertrauen.

Die Vorbereitung auf das erste Mal: Diese Tipps können helfen

Vorweg: Jedes (!) erste Mal ist einzigartig und in gewisser Weise nicht bis ins Detail planbar. Manchmal geschieht es im Urlaub, manchmal zuhause. Dennoch ist es natürlich möglich, zumindest die Weichen für eine ideale Grundlage zu schaffen. Die folgenden Tipps können weiterhelfen:

  1. Die Sache mit der Kommunikation

Wer über einen bestimmten Zeitraum mit seinem Partner / seiner Partnerin zusammen ist, stellt sich oft die Frage, ob es den „perfekten Zeitpunkt“ gibt. Dieser lässt sich jedoch auf keinen Fall anhand von Statistiken oder ähnlichem ausmachen. Bevor einer mutmaßt, wann es denn „endlich“ soweit sein könnte und den anderen vielleicht sogar überrumpelt, ist es sinnvoll, miteinander zu sprechen. Auf diese Weise lässt sich das erste Mal – trotz aller Leidenschaft – weitestgehend entspannt und grob „planen“.

  1. Verhütung? Aber sicher!

Erschreckenderweise gibt es immer noch die Meinung, dass es beim ersten Mal nicht möglich sei, schwanger zu werden. Verantwortungsvoll Sex zu haben, bedeutet, sich auch Gedanken über die Verhütung zu machen. Hier stehen unter anderem das Kondom und die Pille immer noch weit oben auf der Beliebtheitsskala. Wer sich unsicher ist, kann natürlich auch beim Frauenarzt seines Vertrauens nachfragen.

  1. Ruhe und Zeit

So anregend der ein oder andere Quickie im Alltag auch sein mag: Für das erste Mal sollte sich jede/r ausreichend Zeit nehmen. Ansonsten ist die Gefahr hoch, dass das Ganze in Stress ausartet. Wer weiß, dass er ungestört ist, kann sich in den entsprechenden Situationen besser fallenlassen.

Immer einvernehmlich!

Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, sei an dieser Stelle aber noch einmal erwähnt: Das erste Mal sollte, wie natürlich alle anderen folgenden Male, auf jeden Fall zu 100 Prozent einvernehmlich erfolgen.
Hierbei handelt es sich um ein besonderes Erlebnis, das es wert ist, dementsprechend auch besonders genossen zu werden. Sätze wie „Wenn du nicht möchtest, verlasse ich dich!“ oder „Alle anderen haben aber auch schon!“ sind hier absolut fehl am Platz.
Das erste Mal Sex ist eines der ersten Male, die die meisten Menschen niemals vergessen. Und daher versteht es sich von selbst, dass die Erinnerungen, die hiermit verbunden werden, ausschließlich positiv sein sollten.

Fazit

Doch so holprig, unsicher und vielleicht auch „komisch“ das erste Mal auch gewesen sein mag: Meist zeigt sich, dass die sexuellen Erfahrungen, die im Laufe eines Lebens gesammelt werden, immer besser und vielseitiger werden. Wer die „Basics“ beherrscht und den richtigen Partner / die richtige Partnerin an seiner Seite hat, stellt schnell fest, dass es mit Hinblick auf das Ausleben sexueller Gelüste oft noch Luft nach oben gibt. Und genau das kann nach dem berühmten ersten Mal ausgiebig genossen werden.

Jenny

Verfasst von Jenny

Redaktionsmitglied Jenny:
Jenny ist Mutter, Hundezüchterin und begeisterte Camperin. Früher hat sie vor allem gezeltet, doch heute, mit Ihren Kindern, ist sie meist im Wohnmobil unterwegs und hat für die Kinder ein Zelt dabei.

Mit vielen Jahren Erfahrung lektoriert und korrigiert Jenny zugelieferte Texte und berichtet zudem über ihre persönlichen Vorlieben ebenso gerne, wie über Neuerscheinungen und besonders beliebte Produkte im Bereich Camping und Outdoor.

Hinweis: in dieser Box siehst du, wer den Text korrigiert, lektoriert und für die Veröffentlichung aufbereitet hat. Es muss sich nicht zwingend um den Autor handeln.

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