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Beliebte Trinkspiele für Studenten aus Europa

Bierpong
© Nightwalks&Daydreams / stock.adobe.com

Trinkspiele sind seit jeher auf Partys ein fester Bestandteil vieler Studenten auf der ganzen Welt. Die Spiele machen Spaß und sind eine gute Gelegenheit, das Eis zu brechen, die Party anzuheizen und neue Leute kennenzulernen. Wir haben uns einen Überblick über verschiedene Trinkspiele in Europa verschafft.

Die Geschichte der Trinkspiele reicht weit in die europäische Vergangenheit zurück. Schon die alten Griechen waren für ihre Symposien bekannt, bei denen Wein und Spiel eine zentrale Rolle spielten.

Über die Jahrhunderte hinweg haben sich die Trinkspiele weiterentwickelt und verändert. Von den aristokratischen Spielen der Renaissance bis hin zu den heutigen studentischen Partyspielen hat sich ein vielfältiges Spektrum herausgebildet.

Beliebte Trinkspiele aus verschiedenen Ländern

Deutschland

Flunkyball ist in Deutschland ein beliebtes Outdoor-Trinkspiel, das häufig auf Festivals gespielt wird. Die Regeln können je nach Region variieren, aber hier ist eine grundlegende Zusammenfassung:

  1. Teilnehmer: Flunkyball wird üblicherweise mit zwei Teams gespielt, jedes Team besteht aus mindestens zwei Spielern. Jeder Spieler benötigt ein Getränk, meistens Bier.
  2. Spielfeld: Das Spielfeld ist ein offener Bereich, vorzugsweise flach. Jedes Team steht auf gegenüberliegenden Seiten, etwa 10 Meter voneinander entfernt. Eine Flasche oder ein ähnlicher Gegenstand (der „Flunky“) wird in die Mitte zwischen den Teams platziert.
  3. Spielablauf: Ein Spieler aus dem aktiven Team wirft einen Ball mit dem Ziel, den Flunky in der Mitte umzuwerfen. Wenn das gelingt, darf das werfende Team trinken. Das gegnerische Team muss währenddessen den Ball holen und zurück zum Ausgangspunkt bringen. Sobald der Ball wieder am Ausgangspunkt ist, rufen sie „Stopp“ und das werfende Team muss aufhören zu trinken.
  4. Ziel des Spiels: Das Spiel geht so lange weiter, bis ein Team alle seine Getränke geleert hat. Dieses Team wird als Gewinner erklärt.
  5. Weitere Regeln: Jeder Spieler muss sein Getränk mit einer Hand halten und darf es nur abstellen, um den Ball zu werfen oder aufzuheben. Wenn ein Team es nicht schafft, den Flunky umzuwerfen, geht der Ballbesitz an das gegnerische Team über. Ein Spieler darf erst dann trinken, wenn der Flunky umgeworfen wurde und der Ball noch nicht zurück am Ausgangspunkt ist.

Bierpong (aus dem amerikanischen „Beerpong“) ist ein weiteres beliebtes Trinkspiel, das sich in Deutschland immer mehr durchsetzt.

  1. Teilnehmer: Beerpong wird üblicherweise mit zwei Teams gespielt, jedes Team besteht aus zwei Spielern.
  2. Spielfeld: Das Spielfeld ist in der Regel ein langer Tisch, ähnlich einer Tischtennis-Platte. Es gibt aber auch professionelle Beer-Pong-Tische zu kaufen. An jedem Ende des Tisches werden sechs oder zehn Becher in Form eines Dreiecks aufgestellt. Jeder Becher wird teilweise mit Bier gefüllt.
  3. Spielablauf: Die Teams werfen abwechselnd einen Tischtennisball in die Becher des gegnerischen Teams. Wenn der Ball in einem Becher landet, muss das gegnerische Team den Becher trinken und ihn vom Tisch entfernen.
  4. Ziel des Spiels: Das Ziel des Spiels ist es, alle Becher des gegnerischen Teams zu treffen und somit zu entfernen. Das Team, das als Erstes alle Becher des Gegners entfernt hat, ist der Gewinner.
  5. Weitere Regeln: Wenn ein Spieler während seines Zuges beide Becher trifft, erhalten sie und ihr Partner einen „Rücklauf“ und dürfen noch einmal werfen. Wenn ein Ball das Bier in einem Becher berührt und dann in einen anderen Becher springt, muss das gegnerische Team beide Becher trinken. Ein Team kann eine „Re-Rack“-Anforderung stellen, um die Becher in einem kleineren Muster neu anzuordnen. Die Anzahl der Re-Racks variiert je nach Regelwerk. In einigen Variationen des Spiels gibt es eine „Bounce“-Regel, bei der ein Ball, der auf dem Tisch aufprallt und dann in einen Becher geht, als zwei Treffer zählt. Allerdings darf das gegnerische Team den Ball nach dem Aufprall swatten.

Großbritannien

In Großbritannien ist das Spiel „Kings“ (auch bekannt als King’s Cup, Circle of Death oder Ring of Fire) weit verbreitet. Dabei werden Karten gezogen, und je nach Karte müssen bestimmte Aktionen ausgeführt oder Getränke konsumiert werden.

  1. Teilnehmer: Kings kann mit beliebig vielen Spielern gespielt werden, solange jeder Spieler mindestens ein Getränk hat.
  2. Spielfeld: Die Spieler sitzen um einen Tisch. In der Mitte des Tisches wird ein Becher (der „King’s Cup“) platziert. Ein Kartenspiel (meist ohne Joker) wird gut gemischt und die Karten werden um den Becher herum verteilt.
  3. Spielablauf: Die Spieler ziehen reihum eine Karte und führen die der jeweiligen Karte zugeordnete Aktion aus. Folgende Aktionen sind üblicherweise den Karten zugeordnet (aber diese können variieren):
    • Ass: Alle müssen trinken.
    • Zwei: Der Spieler, der die Karte gezogen hat, wählt eine andere Person, die trinken muss.
    • Drei: Der Spieler, der die Karte gezogen hat, muss selbst trinken.
    • Vier: Alle erreichen nach unten und berühren den Boden. Der letzte, der dies tut, muss trinken.
    • Fünf: Der Spieler, der die Karte gezogen hat, wählt eine Person zum Tanzen. Wenn diese Person sich weigert zu tanzen, muss sie trinken.
    • Sechs: Alle heben ihre Getränke in die Höhe. Der Letzte, der dies tut, muss trinken.
    • Sieben: Alle müssen mit dem Finger auf den Himmel zeigen. Der Letzte, der dies tut, muss trinken.
    • Acht: Der Spieler, der die Karte gezogen hat, wählt eine „Trinkpartner“, die immer trinken muss, wenn er/sie trinkt, und umgekehrt.
    • Neun: Der Spieler beginnt ein „Reimspiel“. Er/sie sagt ein Wort, und reihum müssen die Spieler Worte finden, die sich darauf reimen. Der Erste, der keinen Reim findet, muss trinken.
    • Zehn: Der Spieler, der die Karte gezogen hat, erfindet eine Regel, die für den Rest des Spiels gilt. Wer die Regel bricht, muss trinken.
    • Bube: Der Spieler, der die Karte gezogen hat, wird zum „Frage-Meister“. Jedes Mal, wenn er/sie eine Frage stellt und jemand sie beantwortet, muss diese Person trinken.
    • Dame: Der Spieler, der die Karte gezogen hat, wird zum „Daumen-Meister“. Er/sie kann zu jedem Zeitpunkt ihren Daumen auf die Tischkante legen und der Letzte, der dies nachmacht, muss trinken.
    • König: Der Spieler, der die Karte gezogen hat, gießt etwas von seinem Getränk in den „King’s Cup“ in der Mitte des Tisches. Derjenige, der den vierten König zieht, muss den Becher austrinken.
  4. Ziel des Spiels: Das Spiel geht so lange weiter, bis alle Karten gezogen sind. Es gibt kein definiertes Gewinner- oder Verliererteam, es geht vielmehr darum, gemeinsam Spaß zu haben und eine gesellige Zeit zu verbringen.
  5. Weitere Regeln sind z.B. andere Aufgaben bei den Karten oder auch, dass während des Spiels niemand auf Toilette darf. Eigene Ideen sind oft willkommen.

Spanien

In Spanien spielt man gerne „Yo Nunca„, was „Ich habe nie“ bedeutet. Bei diesem Spiel offenbaren die Spieler Dinge, die sie noch nie getan haben, und wer es doch getan hat, muss trinken.

  1. Teilnehmer: Das Spiel kann mit beliebig vielen Spielern gespielt werden und jeder Spieler benötigt ein Getränk.
  2. Spielablauf: Die Spieler sitzen im Kreis und einer beginnt, indem er eine Aussage in der Form „Ich habe noch nie…“ macht. Diese Aussage sollte etwas sein, das der Spieler selbst noch nie getan hat.
  3. Trinken: Nachdem die Aussage gemacht wurde, muss jeder, der das genannte schon einmal getan hat, trinken.
  4. Weitergabe: Danach ist der nächste Spieler im Uhrzeigersinn an der Reihe, eine Aussage zu machen.

Das Spiel kann so lange fortgesetzt werden, wie die Spieler möchten. Es gibt kein definiertes Ende, und das Ziel ist in erster Linie, Spaß zu haben und mehr über die anderen Spieler zu erfahren.

Italien

In Italien genießt man das „Piraten-Spiel„, ein geselliges Würfelspiel, bei dem die Spieler je nach Würfelergebnis trinken müssen. Die Würfelpunkte entsprechen bestimmten Regeln und Aufgaben, die oft mit dem Konsum von Getränken verbunden sind. Während das Spiel weitergeht, werden die Herausforderungen immer lustiger. Die Regeln und Aufgaben werden vor dem Spiel festgelegt und können einfach (z.B. bei jeder 6 einen Shot trinken) oder kompliziert sein.

Ein anderes weit verbreitetes Spiel ist „Affonda la Flotta„, die italienische Version von „Schiffe versenken“, bei dem die Schiffe durch Schnapsgläser dargestellt werden.

Das Spiel wird in der Regel von zwei Personen gespielt, kann aber auch in Teams organisiert werden. Hier sind die Grundregeln:

  1. Spielfeld: Jeder Spieler oder jedes Team erhält ein Spielfeld, das in der Regel aus einem Schachbrett oder einer ähnlichen Gitterstruktur besteht. Statt Schachfiguren oder Schiffen werden jedoch kleine Schnapsgläser verwendet.
  2. Aufstellung der Flotte: Jeder Spieler oder jedes Team platziert seine „Flotte“ auf dem Spielfeld. Die Flotte besteht aus Schnapsgläsern, die auf den Feldern des Gitters platziert werden. Die Anzahl und Anordnung der Gläser kann variieren, aber eine gängige Regel ist, dass die Gläser nicht diagonal platziert werden dürfen.
  3. Spielbeginn: Die Spieler wechseln sich ab und raten, wo die „Schiffe“ des Gegners positioniert sind. Dies geschieht, indem sie die Koordinaten (z.B. „A5“) des gewünschten Feldes nennen.
  4. Treffer und Versenken: Wenn ein Spieler ein Feld wählt, auf dem sich ein Glas des Gegners befindet, hat er einen „Treffer“ gelandet. Der Gegner muss dann das Getränk in diesem Glas trinken. Wenn alle Gläser, die ein „Schiff“ darstellen, getroffen wurden, ist das Schiff „versenkt“.
  5. Sieg: Das Spiel geht so lange weiter, bis ein Spieler oder Team alle „Schiffe“ des Gegners versenkt hat. Der Spieler oder das Team, der bzw. das zuerst alle Schiffe des Gegners versenkt, gewinnt das Spiel.

Sonstige Trinkspiele

Natürlich gibt es viele weitere Trinkspiele, die sich keinem Land zuordnen lassen, wie z.B. das Spiel „Power Hour„. Hierbei trinkt jeder Spieler zu Beginn jeder Minute einen Schluck Bier. Das Spiel dauert typischerweise eine Stunde, daher der Name.

Auch im Laden zu kaufende Brettspiele und Geschicklichkeitsspiele, wie z.B. Pop-Up Pirate oder TICK TACK BUMM, werden darüber hinaus gerne für Trinkspiele in lustiger Runde verwendet.

 

Redaktionsleitung
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Kai ist die Leitung der Redaktion und liebt es, sich im Freien aufzuhalten. Zelten, Wandern, draußen sein ist seine Devise.

Egal ob im Ruhrgebiet oder im tiefsten Dänemark: Hauptsache unterwegs und in der Natur ist das Motto. Dabei zieht es ihn so langsam mehr raus aus dem Zelt und rein in den Wohnwagen. Begleitet von seiner Frau Eva und den bereits erwachsenen Kindern testet er dabei gerne neue Produkte.

Kais Schwerpunkte auf beteiligen.jetzt sind Reisen, Natur, Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

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