Digital

Was ist eigentlich ... digital?

Um ganz grundsätzlich zu beginnen: Der Begriff digital stammt vom lateinischen „digitus“ – Finger – und heißt so viel wie „den Finger betreffend“ oder „mit dem Finger“. Er bildet das Gegenteil zu dem Wort analog, was wiederum aus dem altgriechischen kommt und „verhältnismäßig“ bedeutet.

Die Bezeichnung digital begegnet uns heute ständig und überall und wird meist im technischen Sinne verwendet: in Ziffern darstellend, in Ziffern dargestellt. Einfach ausgedrückt bezieht sie sich so auf die Computertechnologie, bei der alles auf den Binärzahlen 1 und 0 beruht. Im englisch-mathematischen Sprachbereich heißt digit auch einfach Ziffer – wahrscheinlich, weil man mit den Fingern zählen kann.

Die Zeit, in der wir heute leben, wird oft als Zeitalter der „Digitalisierung“ oder „digitalen Revolution“ bezeichnet. Was das heißt? Die Umwandlung analoger Daten oder Werte in ein digital verwendbares Format nennt man Digitalisierung. Und genau dies geschieht seit einigen Jahrzenten in allen Bereichen unseres Lebens. Smartphone, Computer und andere digitale Geräte, wie Kameras oder Uhren, sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Arbeiten, Einkaufen, Haushalt, Kreativität, Freizeitaktivitäten und sogar Freundschaften werden oft über Websiten und mit digitalen Programmen oder Apps organisiert und gestaltet. Dieser Wandel unseres Lebens ist ähnlich tiefgreifend wie zu Zeiten der Industriellen Revolution. Damals war es der technische Fortschritt, der nicht nur Arbeitsbedingungen veränderte, sondern auch die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse auf den Kopf stellte. Dieser gesamtgesellschaftliche Prozess, in dem jeder Lebensbereich von der Digitalisierung berührt wird, heißt auch „digitale Transformation“.

Doch Achtung: digital bedeutet nicht automatisch online! Kameras etwa, die sich nicht mit dem Internet verbinden lassen, arbeiten ja trotzdem digital und speichern etwa elektronisch verarbeitbare Dateien ab. Digitale Jugendbeteiligung bedeutet also nicht automatisch Online-Beteiligung.

Gerade für junge Menschen gehören digitale Medien heute zum Alltag dazu. Belege dafür liefern unter anderem die jährlich erscheinenden KIM- und JIM-Studien sowie die ARD/ZDF-Onlinestudien. Kinder und Jugendliche wachsen mit diesen digitalen Geräten und Anwendungen auf und nutzen sie deshalb ganz selbstverständlich. Diesen Umstand berücksichtigt digitale Jugendbeteiligung.