OPIN – Plattform für digitale Jugendbeteiligung

Hast du dich jemals gefragt, wie man es mehr jungen Menschen ermöglichen kann, sich stärker politisch und gesellschaftliche zu beteiligen? OPIN zeigt dir wie es geht!

Logo OPIN CC-BY EUth
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Für wen ist OPIN geeignet?

OPIN ist eine digitale Plattform für Jugendbeteiligung in Europa und eignet sich sowohl für öffentliche Verwaltungen, Jugendorganisationen als auch für alle anderen Gruppen, die einen Beteiligungsprozess mit jungen Menschen initiieren wollen. Mit OPIN kann der gesamte Beteiligungsprozess initiiert, durchgeführt und übersichtlich abgebildet werden. Die Plattform ist zurzeit auf Englisch, Dänisch, Französisch, Slowenisch, Deutsch, Schwedisch, Griechisch, Mazedonisch, Georgisch und Italienisch verfügbar.

Was bietet OPIN?

Das Grundprinzip von OPIN ist einfach. Wer ein Beteiligungsprojekt starten möchte, registriert sich zunächst unter Angabe der zugehörigen Jugendorganisation auf der Plattform. Die Accountfreigabe inklusive einer kurzen Anleitung mit den wichtigsten Informationen zur Funktionsweise der Plattform erfolgt dann per Mail. Fertig. Jetzt können Projekt konzipiert, online gestellt und die Jugendlichen per Mail zum Mitmachen eingeladen werden.
Projekte konzipieren:
Die Toolbox bietet sechs Werkzeuge, die nach dem Baukastenprinzip kombiniert werden können. Die Initiator*innen von Beteiligungsprojekten haben so die Möglichkeit, ein Verfahren zusammenzustellen, das optimal zur jeweiligen Problematik passt. Das können eine einfache Abstimmung über vorgegebene Sachverhalte sein, oder aber komplexere Vorgänge, bei denen die zur Wahl stehenden Optionen zunächst gemeinschaftlich erarbeitet werden, durch Ideenwettbewerbe oder das gemeinsame Verfassen von Statements. Ein Support-Decision-Tool hilft den Projektmanager*innen, die für ihr Vorhaben optimale Konzeption zu finden. 
Inhalt und Ablauf des Verfahrens werden vom Projektleitenden selbst festgelegt, durch die Kombination der sechs Tools, die OPIN zur Verfügung stellt. Dabei kann auf folgende Funktionen zurückgegriffen werden:

  • Textarbeit – gemeinschaftliches Erstellen und Diskutieren von Statements, Vereinsatzungen etc.
  • Brainstorming – Sammeln von Anregungen und Vorschläge zur gemeinsamen Ideenentwicklung
  • Ideenwettbewerb – Abstimmen über Ideen, die von Beteiligten eingebracht werden
  • Agenda Setting - Organisieren von offline-Treffen – Festlegen von Terminen und Inhalten (zum Beispiel der Tagesordnung) für das nächste Treffen.
  • Raumgestaltungswerkzeug – räumliche Verortung von Ideen und Vorschläge, zum Beispiel für die Gestaltung von Plätzen oder Grünflächen.
  • Polling – Erstellen von Umfragen, anpassbar an die jeweilige Situation mit unterschiedlichen Frageformaten

Jedes dieser Werkzeuge ist zeitlich determinierbar. Eine Zeitleiste zeigt den aktuellen Stand des Verfahrens an und sorgt für einen übersichtlichen Ablauf. Ein so konzipiertes Beteiligungsverfahren führt die Jugendlichen unkompliziert Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess.
Zudem stehen online ein ausführlicher Leitfaden und Usermanuals zur Verfügung, die praktische Tipps zur Konzeption und Durchführung von Beteiligungsverfahren und bzw. konkrete Anleitungen zur Nutzung der Plattform enthalten und die wichtigsten Grundlagen zum Thema Partizipation erläutern. Bei Problemen hilft ein Supportteam.

Darauf ist zu achten

OPIN wurde von Partizipationsexpert*innen und Jugendorganisationen für Jugendliche in ganz Europa entwickelt:
Die Jugendbeteiligungsplattform OPIN ist das Ergebnis eines dreijährigen EU-geförderten Projektes im Rahmen der EU-Initiative Horizon 2020 mit dem Projektnamen EUth. Die Toolbox wurde von Partizipationsexpert*innen des nexus Institut (Berlin) und dem Think Tank Liquid Democracy e.V. (Berlin) gemeinsam mit den europäischen Projektpartnern Alfstore (Frankreich), AEGEE - European Students' Forum (Belgien), Development Centre of the Heart of Slovenia, (Slovenien), European Youth Information and Counselling Agency ERYICA, (Luxemburg), IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V., Institute of Studies for the Integration of Systems (Italien), Missions Publiques (Frankreich), Royal Institute of Technology KTH (Schweden) und The Danish Board of Technology Foundation DBT (Dänemark) entwickelt.
OPIN ist in mehreren europäischen Sprachen verfügbar - neben Deutsch stehen Englisch, Französisch, Italienisch Slowenisch, Mazedonisch, Griechisch, Schwedisch, Spanisch, Dänisch und Georgisch zur Verfügung.
Während der Entwicklungsphase haben 30 europäische Jugendorganisationen in 180 Beteiligungsverfahren die Plattform getestet. Auf der Plattform sind derzeit bereits ca. 3200 Nutzer registriert. OPIN folgen auf der Facebook-Seite des EUth-Projektes aktuell ca. 1300 Personen.

OPIN ist transparent, unabhängig und speichert keine persönlichen Nutzerdaten
Die Plattform ist uneingeschränkt für die Arbeit mit Jugendlichen nutzbar:
OPIN gewährleistet den gesetzlich vorgegeben Datenschutz (DSGVO) voll umfänglich. Bis auf die Speicherung der Emailadresse erfolgt keine Speicherung oder Erfassung von weiteren persönlichen Daten. Dies wird auch dadurch gewährleistet, dass Nutzer*innen sich nicht mit ihrem Klarnamen, sondern einem Pseudonym registrieren.
OPIN ist transparent, alle Aktionen und Verfahrensschritte der Beteiligungsverfahren sind für alle Teilnehmenden einsehbar.

OPIN ist für Jugendorganisationen frei und kostenlos zugänglich
OPIN steht allen Jugendorganisationen und -verbänden, Einrichtungen der Jugendsozial-arbeit sowie Bildungseinrichtungen für Jugendliche kostenlos zur Verfügung.
OPIN verfolgt keine kommerziellen Interessen. Zur Finanzierung werden gezielt Sponsor*innen akquiriert, die bereit sind das Format zu unterstützen, ohne dafür eine kommerzielle Nutzung der Webseite durch direkte oder indirekte Promotion zu fordern. Das bedeutet, es erfolgt keine Werbung auf der OPIN-Webseite und die Sponsoren dürfen keine Einflussnahme auf die Inhalte der Webseite oder der Projekte nehmen. Die Nutzung der Sponsoringpartnerschaft für eigene Imagekampagnen muss sich an den gesetzlichen Richtlinien des Jugendschutzes orientieren. 

Die wichtigsten Funktionen auf einen Blick

Beteiligungsmodule

  • Textarbeit – gemeinschaftliches Erstellen und Diskutieren von Statements, Vereinsatzungen etc.
  • Brainstorming – Sammeln von Anregungen und Vorschläge zur gemeinsamen Ideenentwicklung
  • Ideenwettbewerb – Abstimmen über Ideen, die von Beteiligten eingebracht werden
  • Agenda Setting - Organisieren von offline-Treffen – Festlegen von Terminen und Inhalten (zum Beispiel der Tagesordnung) für das nächste Treffen.
  • Raumgestaltungswerkzeug – räumliche Verortung von Ideen und Vorschläge, zum Beispiel für die Gestaltung von Plätzen oder Grünflächen.
  • Polling – Erstellen von Umfragen, anpassbar an die jeweilige Situation mit unterschiedlichen Frageformaten

 

Weitere wichtige Funktionalitäten

  • Möglichkeit der Durchführung von privaten und öffentlichen Projekten
  • Exportfunktion von allen Beteiligungsbeiträgen
  • Integration von face-to-face Veranstaltungen in die Onlinebeteiligungsprojekte
  • Zeitstrahl, der die Transparenz und Übersichtlichkeit des Beteiligungsprozesses garantiert


Einbindung des Tools in den Beteiligungsprozess

OPIN ist eine Plattform auf der der gesamte Beteiligungsprozess abgebildet werden kann. Das heißt, dass die Onlineelemente mit den Offlineelementen verknüpft werden können. Dies geschieht auf drei Ebenen: Offline-Verfahren können über eine Administrationsfläche angelegt und mit Informationen, Bildern etc. versehen werden. Diese werden dann auf dem Zeitstrahl verortet, damit Teilnehmende den Gesamtüberblick über den Beteiligungsprozess haben können. Und außerdem ist es möglich die Informationen und Beiträge aus den Online-Verfahren zu exportieren und so leicht für den Offlinegebrauch aufzuarbeiten.


Technische Details und Lizenz

OPIN wird mit der Open Source Software Adhocracy programmiert. Der Inhalt von Adhocracy wird unter einem Anteil des
Creative Commons Attributions Gleich 3.0 Lizenz von Deutschland lizenziert. Adhocracy codebase wird unter dem Affero GPL Lizenz lizenziert und kann an der Entwicklungsseite abgerufen werden.

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